Montag, 17. Dezember 2012

17.12.2012 - Leinen los!

Zum Glück ist das hier nicht die Vorankündigung einer Schiffsreise, denn ich habe schon mal was von Seekrankheit gehört. Ich möchte jetzt gar nicht so genau auf die Symptome eingehen, aber allein die Vorstellung was von meinem Futter wieder abzugeben ist mir doch reichlich zuwider.

Nee, was Herrchen heute mit mir gemacht hat, das glaubt kein Hund. Er hat mich ins Auto geladen und los ging es zum Spazierengehen. So weit so gut und alles ganz normal. Ich hab mich schon hündisch gefreut auf Toben, schnüffeln und mit anderen Hunden spielen. Aber nichts von dem trat ein.

Als wir angekommen waren raus aus dem Auto und los. Aber was sollte das denn? Herrchen legte mir die Leine an. Macht er sonst auch, aber meistens nur für eine kurze Zeit. Nicht so heute. Die Leine blieb dran. Und dann wurde Herrchen auch noch vollkommen orientierungslos. Erst ging er 20 Meter vorwärts, dann drehte er um und ging 10 Meter zurück. Beim ersten Mal dachte ich noch, dass er was im Auto vergessen hatte, aber das ging andauernd so. Dann nach rechts, dann nach links, Linkskurve, Rechtskurve und alle möglichen Figuren, die man sich vorstellen kann. Mir wurde richtig übel dabei und ich musste mich echt beherrschen, mein Frühstück bei mir zu behalten.

Und immer, wenn ich dem armen alten Mann helfen wollte, indem ich ihn in die richtige Richtung gezogen habe, ist er wieder umgedreht. Ich als kluger Hund habe natürlich sofort erkannt, dass das eine ganz eigenartige Störung bei ihm sein muss. Seine Richtungssinne sind vertauscht. Lösung des Problems – ich ziehe ihn nicht nach vorne, sondern nach hinten. Irgendwie ist mein Plan gescheitert. Es muss doch eine schwerwiegendere Krankheit sein.

Und dann sah ich noch einen anderen Hund auf uns zukommen. Ganz aufgeregt wurde ich. Toben, na endlich! Herrchen, mach die Leine los! Aber er machte es nicht. Nun hatte diese merkwürdige Krankheit auch noch die Teile des Gehirns erfasst, die seine motorischen Fähigkeiten des Öffnens des Karabiners an der Leine beinhalten.

Es ist ganz traurig. Ich weiß gar nicht, worum ich mir mehr Sorgen machen muss. Um Herrchens Krankheit oder um die Tatsache, dass wenn er nicht wieder gesund wird, ich wahrscheinlich NIE wieder frei laufen darf.

Vielleicht habt Ihr ja eine Lösung für mich wie ich Herrchen (und mir) helfen kann. Denn es gilt nach wie vor: Freier Lauf für freie Hunde!

Ein freiheitsliebendes Wuff und bis Morgen.

Euer Clooney

Kommentare:

  1. Toller Schreibstill!!! ;)

    Liebe Grüße :)



    http://es-ist-so.blogspot.de/

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    1. Danke für das Kompliment!
      Ich versuche den Standard zu halten

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  2. Hallo Clooney!

    Probier doch einfach mal brav hinter deinem Herrchen herzugehen!
    Dann gibt es vielleicht auch das ein oder andere Leckerli und dann wird die Leine auch ganz schnell wieder locker! ;)

    Liebe Grüße Beke!

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    1. Hallo Beke,

      diesen Tipp habe ich Clooney auch schon gegeben, aber entweder kann oder will er das (noch) nicht verstehen.
      Ich freue mich, dass Du auf meiner Seite bist.

      Beste Grüße

      Thomas

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  3. Oh nein, ich glaube die Krankheit ist ansteckend ... mein Frauchen hat die auch ^^ ... zum Glück nicht ganz so ausgeprägt, denn ich helfe ihr, indem ich neben ihr laufe und sie die ganze Zeit beobachte, sodass sie nicht auch noch hinfällt oder so ... aber ganz ehrlich, ich weiß auch nicht was das soll *grübel*

    *wuff* deine Lilly

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    1. Hallo Lilly,

      sind denn alle Menschen krank?

      Ich würde ja auch neben Herrchen gehen, wenn der man nicht so lahmarschig wäre ....

      Und wenn der hinfällt, ist es für mich auch besser weit weg zu sein :-)

      Ein freundliches Wuff

      Clooney

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    2. *hahahaha* ... das ist gut ... hab ich so noch gar nicht bedacht, was es für Auswirkungen hätte, wenn Frauchen auf mich fliegt ;)

      *wuff* Lilly

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    3. Hallo Lilly,

      das kann bei Dir nicht so schlimm sein. Dein Frauchen hat bestimmt nur die Hälfte des Gewichts meines Herrchens.
      Wenn der auf mich drauffällt ist das so, als wenn eine Dampfwalze über mich gerollt wäre.
      Das an der Leine ziehen ist aslo reiner Selbstschutz.

      Ein freundliches Wuff.

      Clooney

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Ein freundliches Wuff - Clooney

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